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Thanks to a residency at EcoHealth, my verse these days finds inspiration in the specter of future pandemics; for my dissertation at LMU München, where I tutor composition and edit a poetry weekly, I'm anatomizing the prosody of E. A. Robinson's sonnets—I also teach at MVHS and lead the Amerikahaus Literary Circle.

20151203

XLIII

aus die Portugiesische Sonnette
von Elizabeth Barrett-Browning,
in der Übersetzung von Rainer Maria Rilke

Wie ich dich liebe? Laß mich zählen wie. 
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit, 
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie 
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit. 

Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand, 
den jeder Tag erreicht im Lampenschein 
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein 
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt. 

Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit 
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit 
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt. 

Mit allem Lächeln, aller Tränennot 
und allem Atem. Und wenn Gott es giebt, 
will ich dich besser lieben nach dem Tod.

Note:  A recitation can be heard here.

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